HALLO,

Vergessen fängt mit D an. Glauben Sie nicht? Fragen Sie Dagmar Bittner. Sie ist Linguistin, sie muss es wissen, und sie hat etwas Erstaunliches herausgefunden. Zu den Details kommen wir später, aber es hat damit zu tun, dass manche »die« sagen, wo andere »sie« sagen und dass dieser Unterschied helfen könnte, Jahrzehnte später einer Alzheimer-Demenz entgegenzuwirken. Was allein schon deshalb bemerkenswert ist, weil Dagmar Bittner eben Linguistin ist und nicht Medizinerin oder Neuropsychologin.*

 

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Als am Forsthaus Einsiedl am Walchensee das letzte Tageslicht erloschen ist, lässt Rupert Braun die Mulis beladen. Der Major der Wehrmacht steht unter Druck: In wenigen Tagen werden sich amerikanische Truppen an den Alpenrand vorgekämpft haben. Bis dahin muss Braun seinen Auftrag, erteilt vom Reichsbankpräsidenten im fernen Berlin, erfüllt haben. Vor den beinahe vollen Mond haben sich Wolkenberge geschoben; Braun gibt das Zeichen zum Aufbruch. Die Schatten von acht Gebirgsjägern lösen sich aus der Dunkelheit. Jeder von ihnen führt ein Muli am Zügel, und jedes Muli trägt schwer beladene Satteltaschen. Die Last, die sie auf die Hänge des Steinriegels und des Klausenkopfs bringen sollen: 728 Goldbarren in Säcken, 100 Goldbarren in Kisten, zwei Säcke Goldmünzen, vier Kisten mit losem Gold, 31 weitere Kisten unbekannten Inhalts sowie 89 Säcke mit Devisen, darunter viele Millionen US-Dollar.

 

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* Oben der Anfang eines Textes über Demenz, erschienen im Magazin der Leibniz-Gemeinschaft, unten der eines Textes über den Versuch der Nationalsozialisten, gegen Kriegsende Schätze beiseite zu schaffen, erschienen in P.M. History.

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